Donnerstag, 26. März 2015

Projektbericht „Wegwerfen? Reparieren!“ der Ludwig-Erhard-Schule Neuwied

Vor einiger Zeit bekamen wir eine Mail von Frau Meilick, Lehrerin der Klasse
HBF HC 14 von der Ludwig-Erhard-Schule Neuwied. Sie berichtete von ihrem tollen Projekt über geplante Obsoleszenz und fragte nach, ob ihre Klasse dazu nicht mal bei uns vorbeischauen könnte.
Nach reifer Überlegung von ca. 3 Millisekunden war die Antwort klar. Natürlich konnten sie.

Hier der Bericht von ihrem tollen Projekt und ein paar Bilder, die kaum die Freude einfangen konnten, die wir beim Gedanken empfanden, dass auch junge Menschen sich für das Thema interessieren.


Projektbericht „Wegwerfen? Reparieren!“
Wir, die HBF HC 14, der Ludwig-Erhard-Schule Neuwied haben uns mit dem Thema der geplanten Obsoleszenz beschäftigt. Ebenso haben wir Möglichkeiten gesucht, wie wir mit kaputten Dingen umgehen können, ohne sie gleich wegschmeißen zu müssen.
Zu Beginn unserer Projekteinheit haben wir einen kurzen Film von Quarks und Co angeschaut. Es war interessant zu erkennen, dass die Industrie Geräte so manipuliert, dass wir Menschen gezwungen sind uns neue Produkte zu kaufen. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, die nur auf Profit aus ist. Diesem Problem wollten wir entgegentreten.
In dem Film von Quarks und Co wurde auch eine Möglichkeit des Repair-Cafés vorgestellt. Das haben wir aufgegriffen und haben uns in Kleingruppen mit den Themen Konsumgesellschaft, Konsum im Ländervergleich, Repair-Café, Wo gibt es Rapair-Cafés und geplante Obsoleszenz beschäftigt.
Für uns war das Thema so spannend, dass wir es am Tag der offenen Tür Leuten vorstellen wollten. Wir wollten Sie darüber informieren wo in Ihrer Nähe Angebote für ein Repair-Café sind bzw. wie so etwas funktioniert und was repariert werden kann. Unser Projekt wurde im Vorlauf auch mit einem Zeitungsartikel beworben.


Wir haben uns auch mit dem Gedanken auseinandergesetzt, dass wir gern ein eigenes Café gründen bzw. initiieren wollten. Nach einer Umfrage in der Klasse haben wir schnell festgestellt, dass keiner von uns handwerklich begabt ist. Daher haben wir zuerst die Idee aufgegriffen ein Repair-Café in unserer Nähe zu besuchen. Am 29.1.2015 sind wir an einem Donnerstag  Abend mit dem Zug nach Koblenz gereist. Im Mehrgenerationenhaus Koblenz fand, wie jeden letzten Donnerstag im Monat, ein Repair-Café statt. Dort wurden wir herzlich empfangen, wurden in die Vorbereitungen eingeweiht, die Stationen, die jeder Besucher durchlaufen muss erklärt und wir konnten selber Gerätschaften mitbringen, die wir versucht haben zu reparieren. Schnell wurde klar, dass wir so ein Equipment, freiwillige Helfer und Knowhow nicht besitzen
Es war daher schön zu sehen wie so ein gemeinnütziges Projekt durchgeführt wird. Wir haben das Repair-Café mit einer kleinen Spende unterstützt und hoffen, dass sie noch lange so eine tolle Arbeit machen.


Die Schüler der HBF HC 14






Für viele Schüler war es der erste Blick in ihrem Leben, der ins Innere eines Elektrogeräte ging. Dementsprechen war auch die Neugier groß.







Und während die anderen noch beim Zuschauen etwas warm werden mussten, trauten sich die ersten mutigen Schüler auch schon selbst an das ein oder andere, welches es zu raparieren galt.






Wir bedanken uns alle für euren tollen Besuch.
Und denkt immer daran:
Wegwerfen?
Denkste!

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